Kinder und Jugendliche bei OSL

Kinder und Jugendliche bei OSL

Segelausbildung, Jugendfahrten und Arbeiten an den Booten

Theoretische und praktische Segelausbildung und Seemannschaft für Kinder und Jugendliche erfolgt seit einiger Zeit in der gemeinsamen Jugendgruppe 3ineinemBoot. Sie sollen nicht nur Mitsegler sein, sondern auch einmal selbständig die Pinne in die Hand nehmen können. Bei gemeinsamen mehrtägigen Jugendfahrten mit Abenteuercharakter und später auch kleinen Regatten dürfen sie dann ihr Können unter Beweis stellen.

Natürlich gehört nach dem Vergnügen auch die Arbeit dazu. Auch die Jugend hat ihre Aufgaben bei der Pflege, Instandhaltung, Reparatur und Restaurierung unserer Schiffe und Boote. Dabei kann so manches handwerkliche Geschick entdeckt und gefördert werden.

Traditionell fahren wir einmal jährlich im Sommer zu einem Familientörn nach Borgstedt am Rader See, um dort gemeinsam Opti-und Jollensegeln sowie Surfen zu üben, schöne kleine Regatten und Matchraces auszufahren und gemeinsam zu zelten, zu grillen und am Lagerfeuer zu singen. Diese Fahrt ist einer der Höhepunkte unseres jährlichen Vereins-Jahreskalenders.

Gemeinsame Aktion „3ineinemBoot“

Durch die Jugendwarte der drei Laboer Segelvereine LRV, YCLa und OSL wurde im Jahr 2008 eine gemeinsame Jugendgruppe unter dem Namen 3ineinemBoot gegründet. Das Ziel ist es, nicht nur die Jugendarbeit für die Kinder und Jugendlichen zu verzahnen und Doppelangebote zu Erweiterungskursen auszubauen, sondern auch die Vereine für neue Mitglieder zu öffnen, die noch nicht das Salzwasser in den Babyflaschen hatten. Im Zuge von 3ieB (siehe unten) wurden die Schwerpunkte des Jugendsegelns in Laboe neu und sinnvoller verteilt.

Bei OSL stehen Projekte im Vordergrund, die von Kuttersegeln und dem Segeln von Traditionsschiffen bis zu Jollen- und Wandersegeln reichen und natürlich auch die Arbeit an den Restaurierungsarbeiten mit umfassen. An den verschiedenen Segelangeboten der Vereine dürfen alle Kinder des Projekts zum „Schnuppern“ kostenfrei teilnehmen. Gemeinsam organisieren wir die Schul-AG, Ausflüge mit unserer Laboer Rennyacht Kick, Events wie den Hafengeburtstag, die Strandolympiade, den Tag der Segelvereine, und, als neuestes Angebot, die Regatta-Opti-Ausbildung. Schon seit dem Jahr 2011 konnten wir uns über viele Preise und Spenden freuen. Über unser gemeinsames Projekt wurde mehrfach in der Presse und bereits zweimal in Fernsehbeiträgen berichtet und verschiedene Vereine aus Nah und Fern suchten schon unseren Rat bei der Umsetzung ähnlicher Vorhaben.



Kurbeln an der Großsegelwinde
Kurbeln an der Großsegelwinde
Setzen des Focksegels
Setzen des Focksegels
Knotenkunde mit Anke und Thorsten
Knotenkunde mit Anke und Thorsten
Geburtstagsüberraschung für Detlef
Geburtstagsüberraschung für Detlef
Einsteigen zur Schlauchbootfahrt...
Einsteigen zur Schlauchbootfahrt...
... und Spaß bei rasanter Fahrt
... und Spaß bei rasanter Fahrt
Großsegel bergen und verpacken
Großsegel bergen und verpacken
Grillparty in Maasholm
Grillparty in Maasholm
Marc bewährt sich als Steuermann...
Marc bewährt sich als Steuermann ...
...andere genießen die Ruhe im Klüvernetz
...andere genießen die Ruhe im Klüvernetz
Jede(r ) hat mal Küchendienst
Jede(r ) hat mal Küchendienst
Einlaufen in Laboe
Einlaufen in Laboe

Jugend-Kuttercrew

Für die Jugendlichen ab 10 Jahren wollen wir eine Jugendcrew für unseren Marinekutter „Ernesto“ zusammenstellen. Wenn Sie Interesse haben, melden Sie sich bitte bei unserer 1. Jugendwartin Anke Bahr (Telefon 04343 - 424666).

Unser Kutter „Ernesto“ lädt zu aufregenden und spannenden Touren ein. Er wartet nur darauf, im Sommer von ruder- und segelbegeisterten Kindern und Jugendlichen über die Förde gefahren zu werden.

Wer sich dafür interessiert, darf gern unverbindlich bei uns vorbeischauen und mitmachen.
Gern können Sie auch per E-Mail über info@ole-schippn.de Kontakt zu uns aufnehmen.


3ineinemBoot

Die Jugendwarte der drei Laboer Segelvereine, darunter Ulf Daude vom Yachtclub Laboe und Thomas Möller vom Laboer Regatta Verein, treffen sich regelmäßig, um die Jugendarbeit auf gemeinsame Füße zu stellen, anstatt sich gegenseitig die wenigen wassersportbegeiterten Jugendlichen auszuspannen. Ein weiteres Ziel ist es, mehr Jugendliche für den Segelsport zu begeistern und die Vereine auf lange Sicht zu verjüngen. Wir sind der Meinung, dass man gemeinsam viel mehr auf die Beine stellen und einen Standpunkt (z.B. gegenüber den eigenen Vereinen(!) oder der Gemeinde) auch besser vertreten kann, als jede Jugendgruppe für sich.

Konzept

In unserem Konzept sind die Wünsche und Ziele zusammengestellt. Mittlerweile enthält es auch diverse Projekte, wie den alle zwei Jahre stattfindenden Tag der Segelvereine, den gemeinsamen Stand auf dem Laboer Hafengeburtstag oder die Schul-AG. Das Ziel, alles gründlich vorzubereiten, damit die Aktion kein Schnellschuss wird, sondern tragfähig bleibt, ist voll erreicht worden. Genaueres dazu findet sich auf unserer Homepage, die auch mit den Vereinshomepages verlinkt ist.

Kinder und Jugendliche werden als Mitglieder im Projekt „3ineinemBoot“ aufgenommen und müssen nicht Mitglied in einem der drei Vereine sein, sondern können einfach schnuppern. Sie dürfen an allen Aktivitäten, die alle drei Vereine für Kinder und Jugendliche anbieten, teilnehmen. Sie können und sollen später in die Vereine eintreten, wenn ihnen "Seebeine gewachsen" sind. Darüberhinaus sind wir dabei, weitere Vereinsangebote, auch außerhalb von Laboe, mit einzubinden (z.B. Segelverein Wendtorf hat von sich aus Interesse bekundet). Die Idee ist, dass die Kinder ihren Projektausweis allen Vereinen oder z.B. Bootsverleihen vorlegen, die ihnen einfallen (z.B. im Urlaub). Auf dem Ausweis stellen wir unser Projekt dar und bitten um Unterstützung bei unserem gemeinsamen Wassersport.

Laboer Hafengeburtstag

An unserem Stand auf dem Hafengeburtstag haben wir erneut mit Kindern sogenannte Knotenpässe erarbeitet (sechs Seemannsknoten sollten erlernt werden) und den erfolgreichen neuen Knotenpassinhabern als Belohnung eine Hafenrundfahrt im Schlauchboot spendiert.

Schule und Vereine

Ein weiteres größeres Projekt ist unsere Schul-AG in der Grundschule Laboe. Wir haben einen Segellehrer engagiert, der (entgegen den Gepflogenheiten der Schule) einen Vertrag mit uns hat und auch besser bezahlt wird, da er von uns einen weiteren Zuschuss zu dem normalen AG- Honorar der Schule erhält. Sein Name ist Julian Bisgwa, er ist Student in Kiel und hat jahrelange Erfahrung mit Jugendarbeit in seinem Heimat-Segelverein in Friedrichsort. Er ist in der Schule so beliebt, dass wir mittlerweile schon einen zweiten Kurs parallel zum ersten anbieten mussten. Um ihn zu unterstützen, bilden wir auf unsere Kosten derzeit einen zweiten Trainer aus, der schon jetzt in der Theoriezeit der Schul-AG aushilft und seinen Trainerschein bis zum Sommer haben wird. Er heißt Hendrik und ist ebenfalls Student. Das Projekt „3ineinemBoot“ ist damit sehr erfolgreich gestartet.

Sterne des Sports

Im Herbst 2010 haben wir uns für den 3-stufigen Wettbewerb „Sterne des Sports“ beworben. Dieser wird vom DOSB, dem deutschen olympischen Sportbund, ausgeschrieben und über die VR-Banken der Kreise ausgelobt. Es sollen beispielhafte Konzepte und Projekte, die im Breitensport wertvolle Beiträge für das soziale Miteinander und die Lösung gesellschaftlicher Konflikte erbracht haben, ausgezeichnet werden.

Zunächst ging es um den „Stern in Bronze“, den wir in der Region Plön/Ostholstein gewonnen haben und waren damit automatisch zum Landeswettbewerb eingeladen. Hier ging es dann um den „Stern in Silber“ Auch hier konnten wir die anderen Mitbewerber hinter uns lassen und gewinnen.

Zitat Laudator Landessportbundchef Ekkehardt Wienholt:

„Dieses Konzept steht beispielhaft für eine gelungene Zukunftsperspektive für unsere Vereine“ - und dann augenzwinkernd: „Allein für den Namen hättet ihr den Preis schon verdient“

Damit durften wir Schleswig-Holstein am 07. Februar 2011 in Berlin beim Bundeswettbewerb, bei dem es dann um den „Stern in Gold“ ging, vertreten.

Hier wurden alle 19 Teilnehmer an der Endausscheidung vom Bundespräsidenten Christian Wulf (Schirmherr des DOSB) empfangen. Es hat dann zwar nicht mehr zu einem Podiumsplatz gereicht, aber bei 3.000 Teilnehmern aus ganz Deutschland an diesem Wettbewerb, war das Erreichen der Endrunde schon ein Riesenerfolg, auf den wir mächtig stolz sind.
Insgesamt kann unser Projekt damit ein Preisgeld von 3.500 Euro verbuchen.

Es waren zwei ganz tolle Tage in Berlin und wir müssen wirklich neidlos und bewundernd anerkennen: Was andere da so aus viel schlechteren Randbedingungen gemacht haben, war sehr beeindruckend und sie sind völlig zu recht vor uns platziert. Wir wiederum haben sehr viele neue Erkenntnisse gewonnen, von denen wir sicher einige in unsere zukünftige Arbeit einfließen lassen.

Pläne

  • Weiterhin Entscheidungen in regelmäßigen gemeinsamen Besprechungen treffen, an denen mindestens die Jugendwarte oder ihre Vertreter teilnehmen
  • Die Schul-AG fortsetzen und dazu die Ausbildung unseres zweiten Trainers vorantreiben
  • Die verschiedenen vereinseigenen Boote und Betreuer je nach Alter und Interessenlage der Kinder und Jugendlichen in die Ausbildung einbeziehen (Optis, Jollen, Kutter usw.) und die einzelnen Aktionen vereinsübergreifend besser bündeln
  • Weitere Aktionen organisieren, die den Spaß am Segeln in den Vordergrund stellen, wie Tag der offenen Boote, Ruderregatten im Hafen, Wandertouren mit mehreren Booten (und die Jugendlichen fahren ihr eigenes), Ausflüge übers Wochenende. Im Sommer haben wir z.B. einen Jugend- und Familien-Törn nach Damp mit Übernachtung und Strandolympiade vor.
  • Patenschaften gründen für kinder- oder enkellose Schiffseigner, die gern Kinder (ohne Eltern oder Großeltern mit Boot) mal auf einen Tages- oder Wochenendtörn mitnehmen möchten, denn am meisten kann man am direkten Vorbild lernen

Text: Anke Bahr, 1. Jugendwartin OSL
Fotos: Detlef Bahr