OSL im August 2021

 OSL-Ansegeln am 12. Juni 2021 

In der letzten Laboe Aktuell-Ausgabe konnten wir über die endlich wieder stattgefundenen DE ALBERTHA-Törns berichten. Anschließend an die Kindertörns nutzt OSL traditionell die Gelegenheit, das Schiff für das vereinseigene Ansegeln zu nutzen. 

Die Ansegel-Crew ist an Bord und bereit, in See zu stechen

Unter Einhaltung der noch geltenden Hygienevorschriften nutzen 16 Vereinsmitglieder die Gelegenheit, um mit der DE ALBERTHA mitsamt Skipper Dick und Ehefrau Lotta Kroes ab Laboe für einen Tagestörn in See zu stechen und ihre Seele baumeln zu lassen. 

Skipper Dick bei der Sicherheitseinweisung

Von strahlendem Sonnenschein über leckere Fischfrikadellen beim Kutter in Wendtorf, Gewitterschauer und Sturmböen mit Windstärke 7 auf der Rückfahrt war für jeden Geschmack etwas dabei. Erstaunlich, wie das immerhin 130 Jahre alte Schiff in Schräglage durch die kabbelige See pflügte. 

Die DE ALBERTHA in ihrem Element

Als wolle sie uns Teilnehmenden den Corona-Blues austreiben. Man konnte den Eindruck bekommen, als hätte die alte Dame selbst den größten Spaß daran, wieder einmal zu beweisen was in ihr und was in ihrem Skipper steckt. 

Dass der zu einem der besten Skipper der nördlichen Halbkugel zählt, davon konnten wir Mitfahrenden uns nicht nur beim komplizierten Anlegemanöver am Museumshafen in Wendtorf überzeugen. Galt es dort noch den beim Anlegen im Weg stehenden Schwimmbagger zu umschiffen. 

Auch über die Not-Gangway kommen alle sicher vom und wieder auf das Schiff

Dick, Lotta und Marc mit unserem „Ersten“ bei der leckeren Fischfrikadelle

Auch nach der Rückkehr in den Laboer Hafen, wo plötzlich alle Liegeplätze für ein Schiff dieser Größe blockiert waren, steuerte Dick das Schiff in das einzig verbliebene Nadelöhr zwischen BLAUORT und Nordmole, wo jeweils vorne und hinten kaum ein Meter Platz war. 

Das knapp 20-minütige Anlegemanöver, selbstverständlich ganz ohne Bug- oder Heckstrahlruder, versetzte nicht nur die im Hafen bummelnden Touristen ins Staunen – die gesamte Crew der BERLIN war an der Reling angetreten und schaute dem Manöver anerkennend zu. 

Einlaufbier nach einem tollen Segeltag

Respekt auch an Matrose Marc Reimers, der wie der verlängerte Arm des Skippers im blinden Verständnis das Schiff beherrschte und in aller Ruhe und Geduld den helfenden Mitreisenden jeden Handgriff erklärte. 

Marc kam vor acht Jahren als Laboer Schüler (wie seit Generationen Hunderte vor ihm) das erste Mal zu uns auf die DE ALBERTHA und seitdem ließ sie ihn nicht wieder los. Wie eine Gemse flitzte er übers Deck und war dem Eignerteam Dick und Lotta der unentbehrliche verlängerte Arm. Wir 16 Mitreisenden (ab 50+) konnten seiner Geschicklichkeit und Beweglichkeit nur neidisch hinterherschauen. (je mehr „+“ desto neidischer). 

Der aufmerksame Leser glaubt jetzt an ein Déjà-Vu. Hatte doch auch der 1. Vorsitzende bereits in seinem letzten Beitrag die Qualitäten von Marc würdigend erwähnt. 

Zwei Vorsitzende – ein Gedanke. 

Lieber Marc, wir OSLer sind stolz auf Dich, dass Deine Seemannskarriere quasi mit den Kindertörns bei uns begonnen hat. 

Wo immer Dein Lebensweg Dich hinführt, bleib bitte so wie Du bist. 

…und wer weiß, es bedarf ja noch eines fähigen Skippers auf der Südhalbkugel. 😉 

Ansonsten nimmt der Vereinsbetrieb im und rund um den Hafenpavillon langsam (regelkonform) wieder Fahrt auf. 

Die Skatbrüder sind montags wieder am Start, dienstags treffen sich die Freunde der Spielegruppe und freitags versuchen die Chorbrüder und -schwestern ihre Stimmen nach so langer Zwangspause wieder zu erwecken. 

Zur besseren Be- und Entlüftung des Vereinsheims haben wir von einer Elektrofirma aus Probsteierhagen, zwei Ventilatoren in die Außenwand einbauen lassen. Einer saugt frische Luft an und der Andere befördert verbrauchte Luft nach außen. So ist ein optimaler Luftaustausch im geschlossenen Raum gegeben. 

Es gab keine Veränderung an der Außenfassade, die vorhandenen, alten und defekten Ventilatoren sind lediglich durch neue ersetzt worden. 

Hoffen wir, dass wir uns alle, ob Mitglieder oder Interessierte, bei einer der kommenden OSL-Veranstaltungen, spätestens aber zum Lebendigen Adventskalender am 1. Dezember im OSL-Vereinsheim am Hafenpavillon wiedersehen können. 

Bis dahin bleibt bitte alle gesund! 

Text: Friedhelm Reker

Zusammenfassung und Fotos: Heinz Bisping